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Chéri, ich komme!

veröffentlicht am 13.06.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von DP Redaktion

Chéri, ich komme! - Die Erfindung der Lust

Chéri, ich komme! - Die Erfindung der Lust, Foto © Neue Visionen Filmverleih

Kinostart: 23.7., Regie: Reem Kherici
Darsteller: Alexandra Lamy, François Cluzet, Mitty Hazanavicius u.a.

Spätestens seit dem großartigen Buddymovie „Ziemlich beste Freunde“ (2011) ist François Cluzet auch bei uns ein Star. Und Alexandra Lamy („Louise und die Schule der Freiheit“) ist auf dem besten Weg dahin, kommen doch im Juli gleich zwei sehenswerte Filme mit ihr in die deutschen Kinos, neben „Chéri, ich komme!“ auch „Die Camino-Therapie“. 16 Jahre trennen den 1955 geborenen Cluzet und seine Kollegin, und doch geben sie hier ein vortreffliches Ehepaar.
Nach 20 Jahren Ehe muss Fanny (Alaxandra Lamy) es sich eingestehen: Sie hatte noch nie einen Orgasmus – alles Fake! Ihre Sexualtherapeutin rät ihr nicht nur zu mitunter seltsamen Übungen, sondern auch dazu, ihrem Mann Tom (François Cluzet) gegenüber ehrlich zu sein. Der Erfinder und nicht eben erfolgreiche Geschäftsmann fällt aus allen Wolken: Seine Frau hat im zwei Jahrzehnte etwas vorgespielt! Erschwerend kommt hinzu, dass es finanziell nicht gut um das Paar steht, das wunderschöne Haus mit Toms Werkstatt soll verkauft werden, und das auch noch von der eigenen Tochter Elsa (Mitty Hazanavicius). Doch Tom wäre nicht Tom, würde ihn die Situation nicht zu neuen Taten animieren. Also macht sich der Tüftler daran, das ultimative Sexspielzeug für Frauen zu entwickeln, mit garantiertem Orgasmus. Was natürlich zu allerlei komischen Situationen und viel Befremden bei der ziemlich spießigen Tochter führt.
Was die Libido angeht, da waren unsere westlichen Nachbarn schon immer etwas entspannter, auch und gerade im Kino. Regisseurin Reem Kherici hat nun eine flotte, sehr französische Komödie vorgelegt, die mit ihren zahlreichen frivolen Scherzen inklusive diverser Sextoys mitunter haarscharf an der Klamotte vorbeistreift. Was den Film wohltuend erdet, das sind die beiden wunderbaren Hauptdarsteller: François Cluzet und Alexandra Lamy verpassen dieser Geschichte mit ihrem nuancierten Spiel eine Tiefe, die der Plot eigentlich gar nicht hergibt. Wir erleben ein Ehepaar, das trotz all der Probleme letztendlich immer zusammenhält. Und so ist „Chéri, ich komme!“ vor allem eines: ein schöner Liebesfilm.
Martin Schwarz

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