Kinos

Filmhaus Nürnberg

veröffentlicht am 15.02.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min.

The Chronology Of Water

The Chronology Of Water, Foto © eksystent

Mit dem Frühling zieht ein neues Programm ins Filmhaus ein – voll mit Filmgeschichte, besonderen Jubiläen und aktuellen Entdeckungen. Einer der großen deutschen Filmemacher wäre im Oktober 2025 100 Jahre alt geworden: Konrad Wolf. Sein Werk ist vielfältig, zentrales Thema ist jedoch die deutsche Gewaltgeschichte des letzten Jahrhunderts. Das Filmhaus widmet ihm im März und April eine Werkschau und zeigt alle seine Kinofilme – fast durchweg von 35mm.
Vom 9. bis 16.3. finden wieder die Feministischen Filmtage statt, das heißt: Aktuelles, spannendes Kino zu feministischen Themen - ausgewählt in Kooperation mit lokalen feministischen Gruppen. Die Polnische Filmwoche findet bereits zum 21. Mal statt, erstmals im Filmhaus! Vom 16. bis 22.4. darf sich das Publikum auf ein breites Spektrum an aktuellen Produktionen freuen. Ein zusätzliches Highlight in diesem Jahr ist eine kleine Retrospektive zum 100. Geburtstag des bedeutenden Filmemachers Andrzej Wajda.
Auch die anstehenden Neustarts locken ins Filmhaus - hier eine Auswahl: The chronology of water (ab Anfang März) ist Kristen Stewarts Regiedebüt und eine Adaption der Memoiren von Lidia Yuknavitch, mit ihr zusammen schrieb Stewart das Drehbuch. Die Produktion, an der u. a. Imogen Poots, Thora Birch und Jim Belushi mitwirken, wurde auf 16-mm-Film aufgenommen und feierte seine Weltpremiere 2025 in Cannes.
Un poeta (ab 11.03.), ebenfalls auf 16mm gedreht, ist eine warmherzige und zugleich scharfzüngige Tragikomödie, die 2025 in der Sektion „Un Certain Regard“ in Cannes mit dem Jurypreis ausgezeichnet wurde. Der Film reflektiert satirisch und doch zutiefst ernsthaft über die Bedeutung von Kunst.
Die Fabel A useful ghost (ab 25.03.) von der unsterblichen Liebe zwischen Mann und Staubsauger, erweitert die thailändische Geisterfilmtradition um Komödie und Fantasy. Verspielt und ernst zugleich, queer und pulpig, erzählt das Debüt vom Widerstand gegen das Vergessen und eröffnet skurrile Perspektiven auf Umwelt, Arbeit und Gesellschaft.

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