„Was die Felder hüten“ von Sara Maurer, Gutkind, 351 S., 24 Euro
Hinter dem etwas hochgestochenen deutschen Titel „Was die Felder hüten“ verbirgt sich „A Good Animal“, das Romandebüt der Amerikanerin Sara Maurer. Ich-Erzähler Everett ist der Sohn einer Schafszüchter-Familie in Chippewa County auf der Oberen Halbinsel Michigans. Mitte der 90er erfährt der Siebzehnjährige inmitten von soliden Schafen und Träumen die erste große Liebe, was für viel Drama sorgt. Maurer fängt Everetts Leben und Leiden mit schöner Prosa ein, hat Charaktere, Farm und Natur im Griff. Und obwohl die Beats vertraut sind, ist ihr Coming-of-Age-Roman ein gut konstruierter Pageturner, und zwar bis zum heimsuchenden Ende.
Christian Endres