„Nichts als heiße Luft“ von Yves Ravey, Liebeskind, 110 S., 20 Euro
Yves Ravey schreibt Theaterstücke, Romane – und nicht zuletzt stilistisch ziemlich spezielle Krimis wie „Nichts als heiße Luft“. Die Miniaturen des 1953 geborenen Franzosen sind stets ein ungewöhnliches, da extrem verdichtetes Genre-Vergnügen. Diesmal gibt es ganz klassische Noir-Kost, mit einem Ex-Elitesoldaten kurz vor der Scheidung, einer verführerischen Nachbarin am Pool und einem Plan, dem gehörnten Mann der Frau das kriminelle Schwarzgeld zu stehlen. Ganz schön pulpig, und am Ende nicht ganz so bestechend wie Raveys Büchlein „Taormina" und „Die Abfindung“, aber für Genre-Kenner trotzdem das erwartete Kunst- und Filetstück.
Christian Endres