Wer auf quietschbunten (mit Primärfarbe Rot) lärmenden Electropop zwischen Psychedelic Punk und Indie Rock steht, ist bei Angel Abaya aka Gelli Haha genau richtig. Ihr heftig Synthesizer-grundierter, electroclashiger Experimental-Pop, der zwischen Devo und Giorgio Moroder oszilliert, sollte konzeptionell eine Kombination zwischen Animal Collective und Kate Bush sein, sie selbst sieht sich zwischen Studio 54 und Area 51. Für ihr Album „Switcheroo“ (Innovative Leisure) hat sich Gelli mit Produzent Sean Guerin (von De Lux) zusammengetan, der ihre Vorliebe für schrägen Pop und Vintage-Equipment teilt, um ihre albern-verspulte und zugleich doch tiefgründige Pop-Idee mit schrägen analogen Effekten wie dem Eventide Harmonizer, dem MXR Pitch Transposer und verschiedenen Electrix-Geräten zum Soundtrack im Gelliverse zu formen, einer von ihr kreierten Sphäre sinnlicher Abenteuer.
Jürgen Parr