Malerei & Grafik

Colour Crush – 12 zeitgenössische Positionen

veröffentlicht am 27.04.2026 | Lesezeit: ca. 1 Min. | von Ludwig Märthesheimer

Kai Schiemenz, Bell the cat, 2024 Glas, 108 × 27 × 27 cm

Kai Schiemenz, Bell the cat, 2024 Glas, 108 × 27 × 27 cm, Foto © Courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin; Foto: Otto Felber, Berlin

Mit „Colour Crush“ stellt die Kunsthalle Nürnberg vom 21. März bis 7. Juni 2026 die Farbe ins Zentrum – nicht als dekorative Oberfläche, sondern als eigenständiges künstlerisches Medium. In einer digital geprägten Bildkultur setzt die Ausstellung auf das unmittelbare, körperliche Erleben von Pigment, Glas, Stoff und Neon. Farbe erscheint hier als aktiver Akteur im architektonischen Gefüge der acht Oberlichtsäle. Einen historischen Resonanzraum bilden Arbeiten von Rupprecht Geiger aus den Jahren 1969 bis 2005. In seinen intensiven, monochromen Bildfeldern wird Farbe zur autonomen Präsenz: leuchtend, konzentriert, ohne erzählerischen Umweg. Geiger markiert jenen Moment der Moderne, in dem sich Farbe von der Darstellung emanzipiert und als eigenständige Wirklichkeit behauptet.

Dazu gesellen sich zeitgenössische Künstler*innen. Die Werke von Kirstin Arndt, Rana Begum, Matti Braun, Sophie Herz, Erika Hock, Franziska Holstein, Christof John, Schirin Kretschmann, Zora Kreuzer, Sebastian Kuhn und Kai Schiemenz untersuchen Farbe als Substanz, Lichtträger und raumbildendes Element

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