Malerei & Grafik

Die Bildnisse von Michael Mathias Prechtl

veröffentlicht am 27.04.2026 | Lesezeit: ca. 1 Min. | von Ludwig Märthesheimer

Michael Mathias Prechtl, Richard Wagner – Veni etiam, 1982, Offset-Lithographie auf Papier, 38 x 23 cm, Sammlung Kunstvilla

Michael Mathias Prechtl, Richard Wagner – Veni etiam, 1982, Offset-Lithographie auf Papier, 38 x 23 cm, Sammlung Kunstvilla, Foto © Kunstvilla. Foto: Annette Kradisch

Zum 100. Geburtstag von Michael Mathias Prechtl widmet die Kunstvilla dem großen Zeichner und Chronisten eine konzentrierte Kabinettausstellung. Unter dem Titel „Mit Röntgenblick“ rückt sie jenes Werkzentrum in den Fokus, das Prechtls Rang bis heute begründet: seine Bildnisse. Im Zentrum steht die sogenannte „Denkmalerei“ – Porträts, die weniger repräsentieren als interpretieren. Anlässlich des 30. Todestags von Hermann Kesten ergänzen Lesungen das Programm. Briefe zwischen Kesten und Prechtl eröffnen Einblicke in eine intellektuelle Wahlverwandtschaft, die weit über das Porträt hinausweist. Parallel zeigt das Albrecht-Dürer-Haus unter dem Titel „Mit Dürer im Herzen“ Grafiken von Prechtls Niederlande-Reise. Zwei Ausstellungen, ein Künstler: Prechtl erscheint als genauer Beobachter historischer Tiefenschichten – mit einem Blick, der durch Oberflächen hindurchführt.

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