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Daphni

veröffentlicht am 12.03.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von DP Redaktion

Daphni - Butterfly

Daphni - Butterfly, Foto © jiaolong

Der Kanadier Dan Snaith ist als Electro-Dance-Frickler zwischen House, Techno, Disco, Funk, Jazz als Dr. Jekyll und Mr. Hyde unterwegs: mal als Tanzderwisch Daphni, mal als Pop-Elektroniker Caribou. „Butterfly“ (Jialong) nennt sich der neueste, unermüdlich-tanzgetriebene, eher krudere und extrem vielseitige Wurf als Daphni. Sein viertes Album geht da weiter, wo er mit „Cherry“ von 2022 aufgehört hatte. Auch hier lässt er wieder die unterschiedlichsten Genres smooth ineinander verschmelzen, es finden sich fetzige Bretter wie „Clap Your Hands“, „Sad Piano House“, neben dem Bläser-getriebenen „Hang”, dem Electro-Geflirre „Lucky“ oder dem hibbelig-gribbeligen „Good Night Baby“. Auf dem Schlüsselhammerohrwurmsong „Waiting So Long“ arbeitet er mit sich selbst zusammen „feat. Caribou“: er singt auf dem Song, der sich denn auch weniger Daphni-Tanzbrett-mäßig anhört, eher Caribou-poppig-verspielt, eine Cross-Over-Transformation, die das Beste aus beiden Snaith-Welten miteinander verbindet. „Daphni-Musik ist immer noch Musik, die ich in erster Linie für meine DJ-Sets mache“, sagt Snaith über die Vielfalt des Albums, „die meisten Tracks auf dieser Platte spiele ich regelmäßig in meinen Sets. Aber dann gibt es eine Reihe langsamere, seltsamere Tracks, die ich normalerweise nicht spiele, vielleicht nur in einem richtigen Club“. Jürgen Parr

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