Eine spannende und ungewöhnliche Stilkombination aus japanischem Songwriting und lusophonen Musiktraditionen wagt die japanische Singer-Songwriterin Hana Kogure auf ihrem vierten Album „LUZ“ (Rice Records). Portugiesisch für „Licht“ ist Hanas Licht ein sanftes und doch unerschütterliches Licht, das sich in Erinnerungen, Reisen, Sehnsüchten und den kleinen Dingen des Alltags findet. In eigenen Songs mit portugiesischen Einflüssen bewegt sie sich zwischen Folk, Chanson, Fado, Weltmusik und experimenteller Akustikmusik und schafft persönliche, atmosphärisch-dichte Klangwelten, die vom warmen, organischen Ensembleklang aus Klavier, Blockflöte, Tuba, Streicher, Percussion, Cello, Kontrabass und portugiesische Gitarre geprägt sind, in subtilen Arrangements von Pianistin und Produzentin Masayo Nagata veredelt. Neben Neuinterpretationen portugiesischer Klassiker wie „Júlia Florista” und „Tudo Isto É Fado” überträgt sie in Eigenkompositionen wie „Hatsukoi” und „Monochrome no Yume no Naka de” oder „Kimi no Ie Made” den japanischen Originaltext auf eine traditionelle Fado-Melodie und bringt japanische und portugiesische Musikkultur subtil zusammen.
Jürgen Parr