Die Brückenbau-Produktion „Fädder Gschichdn“ bricht auf: raus aus dem Theater, hinein in die Stadt. Die Else steigt vom Dach und taucht ein in Fürths Geschichte(n). Zum Auftakt der Spielzeit lädt die Bürgerbühne zu einem besonderen Theater-Spaziergang ein. Verborgene Orte treten ins Licht, übersehene Spuren werden sichtbar, literarische Stimmen und biografische Bruchstücke verweben sich mit Musik und Szene. Geschichte erscheint nicht als abgeschlossene Vergangenheit, sondern als etwas, das im Pflaster nachklingt. Was geschah mit dem unglücklichen Logenschließer? Waren in Fürth sogar die Katzen musikalisch? Wie lebte es sich im kleinsten Haus der Innenstadt? Wo stand die Bühne eines Schlagerstars der 50er? Und was kann uns die jüdische Bevölkerung heute über Leben und Heimat erzählen? Szenen, Lieder und Choreografien eröffnen neue Blickwinkel auf Fürth – auf Widersprüche, Brüche und überraschende Vielfalt. Ein Rundgang, der Geschichte hörbar, sichtbar und spürbar macht und die Stadt als Geflecht aus Stimmen und Erinnerungen zeigt. Erneut arbeiten mehrere Werkstätten des Brückenbaus zusammen. Gemeinsam entsteht ein lebendiger Rundgang, der die Vielfalt Fürths beleuchtet und aus den Perspektiven und Talenten der Teilnehmer*innen schöpft – von Fürther*innen für Fürther*innen.