Theater

Der Niedergang des Hauses Usher

veröffentlicht am 07.02.2026 | Lesezeit: ca. 1 Min. | von Manfred Kunz

Theaterbühne

Theaterbühne, Foto © pixabay_Krzysiek

Ein Jugendfreund folgt dem Ruf ins Haus der Ushers – und findet dort nicht nur einen gebrochenen Roderich, sondern auch sich selbst im Schatten eines wachsenden Grauens. Was als Besuch beginnt, wird zur Reise in eine Welt, in der das Unausgesprochene lebt und das Haus selbst zu atmen scheint. Madeline Usher, die Schwester Roderichs – stumm und geisterhaft – wird zur Figur einer Vernunft, die längst weggesperrt wurde. Zwischen flackerndem Licht, flüsternden Mauern und einem langsam aufklaffenden Riss verdichtet sich das Geschehen zu einer existenziellen Erschütterung. Der Niedergang des Hauses Usher nach Edgar Allan Poe ist ein poetisch-düsteres Puppenspiel über Schweigen und Schuld – und die Frage, ob es einen Moment gibt, in dem aus dem Schatten wieder Licht werden kann.

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