Chicago 1929: Al Capone kehrt nach seinem ersten Gefängnisaufenthalt zurück in seinen Lieblingsclub Green Mill in Chicago. Ein „Speakeasy“, denn es herrscht die Prohibition in ganz Amerika, die dem organisierten Verbrechen ein immenses neues Geschäftsfeld eröffnete. Daneben besitzt Capone zahlreiche Bordelle, unzählige Wettbüros, Spielcasinos und hat Chicago mit seinen Banden fest im Griff: Bestechung von Polizei und Stadtverwaltung, grausame Eliminierung von Gegnern gehören dazu. Capone ist ein eiskalter Geschäftsmann und doch streng katholisch, ein sich kümmernder Familienvater, eine schillernde Persönlichkeit. Wie hat es dieser kleine Einwanderersohn italienischer Eltern aus einem der ärmsten Stadtteile New Yorks an die Spitze des organisierten Verbrechens geschafft? Dem geht diese Gangster-Revue „Al Capone – Bösewicht wider Willen“ auf den Grund, teils dokumentarisch, teils fiktiv, mit spannenden und urkomischen Szenen, angereichert mit Slapstick im Stil alter Stummfilme, begleitet von einer Live-Band. Hier zeigt das Ensemble des Theaters rote Bühne erneut aufs Beste, wie sich Jazzmusik, Tanz, Schauspiel und Komik verbinden zu einer der unterhaltsamsten Revuen, welche diese Stadt zu bieten hat.