Kurz vor Heiligabend steht im Amtsgericht noch eine letzte Verhandlung an. Der Fall ist brisant – nicht wegen seiner Schwere, sondern weil er am 31. Dezember zu verjähren droht. Um die Sache rasch abzuschließen, wird Richter Aschauer aus dem Ruhestand zurückgeholt. Statt seine Pension zu genießen, soll er nun ein scheinbar simples Delikt verhandeln: Ein Bürger der Stadt wird beschuldigt, durch das Herunterlassen seiner Hose vor der eigenen Haustür öffentliches Ärgernis erregt zu haben. Was zunächst nach einer klaren Angelegenheit klingt, entpuppt sich jedoch schnell als alles andere als eindeutig. Der Angeklagte präsentiert eine nachvollziehbare Erklärung für sein Verhalten – und setzt damit eine Lawine von Enthüllungen in Gang, die den Fall zunehmend verkomplizieren. Aussagen widersprechen sich, private Details kommen ans Licht, und nach und nach zeigt sich, dass hinter dem vermeintlichen Bagatelldelikt weit mehr steckt, als alle Beteiligten erwartet hätten. Die nüchterne Gerichtsverhandlung entwickelt sich zu einem turbulenten Schlagabtausch, in dem Ordnung, Logik und Gelassenheit zunehmend verloren gehen. So droht ausgerechnet kurz vor Weihnachten aus der „Stillen Nacht im Amtsgericht“ ein lautstarker, urkomischer Gerichtstag zu werden.