Maurice Ernst ist auf der Suche nach der Unendlichkeit plus 1, dem Sinn des Lebens und Strebens, nach „love“, und der Lösung der Geheimnisse des Universums. Gitarrist Mike stieg bei Bilderbuch aus, Maurice: „Dieses Album ist auch ein Breakup-Album, Bilderbuch schöpfte schon immer Kraft aus der Veränderung und dem Mut, neu anzufangen, ist bereit für eine neue Ära“. Auf ihrem neunten Album „∞+1” (Maschin Records) reiten sie wucht-kraftvoll zugleich leicht schwermütig über elf unterschiedlichste Songs wieder in die Weiten aus Indie-Rock, AltRock, Psychedelia, Art-Pop, Hip-Hop, Schwurbel-Funk, BigBeat, Elektrogedöns, ein krasses Gitarrenalbum. Maurice sinniert in gewohntem Gaga-Deutsch-Englisch-Mix über die Essentials. Sie steigen apokalyptisch mit „Finsterer Erleuchtung“ düster krachgitarrig ein, bleiben immer dramatisch-tanztauglich, in „Push Reality“, das in Zeiten von KI und Algorithmen die Absurditäten unserer digitalen Realität ins Bild rückt, der Mensch als besserer Checker gerade im zwischenmenschlichen Austausch, „Baby Junkie“ schrägt Phillip Boa-mäßig der Psychedelia-Gasse entlang. Und mit dem groovenden Ösi-Funker „Was In Dieser Welt“ zaubern sie ein maximalstmögliches princetonisches Tanzbrett, das die 90ies heraufbeschwört. Jürgen Parr