Seit ihrer Uraufführung im Jahr 1875 verführt und berührt die Geschichte von „Carmen“ und Don José das Opernpublikum und lässt es träumen von Andalusien, Freiheit und Abenteuer. Rebellion der Liebe: Hunderte Hüte fliegen in die Luft, wenn der Chor die Stierkämpfer feiert. Voller Dichte und Spannung drängt die Musik in den Chorszenen voran – und nicht nur dort. Georges Bizet zeichnet ein leidenschaftliches Panorama von Andalusien: Die freiheitsliebende Carmen arbeitet in einer Zigarettenfabrik und hilft Schmugglern, sich vor den Behörden zu verstecken. Geschmeidig bewegt sie sich durch Sevilla und das andalusische Gebirge – ein Balanceakt voller Verführungskunst und Faszination – und der Sergeant Don José will ihr folgen. Er selbst musste fliehen, nachdem er in seiner Heimat einen Mord beging. Josés Mutter schickt Micaëla, um den Sohn nach Hause zu rufen, doch er bleibt in der fremden Stadt… Heimat und Herkunft stehen der Frage nach Freiheit gegenüber, Ordnung dem Chaos. Die Figur der Carmen ist zu einem weiblichen Archetyp geworden: Sie verkörpert Selbstbestimmung und Unabhängigkeit und bezahlt dafür mit ihrem Leben. Das Theater Pforzheim gastiert mit der Inszenierung von Claudia Isabel Martin Peragallo in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln.