Prinz Sandor von Sylvarien musste sein Schloss verkaufen, um ein wenig Geld in die leere Staatskasse zu spülen. Die neue Besitzerin ist die Amerikanerin Mary Lloyd, die mit Geld alles kaufen zu können glaubt – bei Sandors Herz trifft sie jedoch auf Widerstand. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein: Sie ein unbeschwerter Jazz-Fan, während sein Herz (noch) im Dreivierteltakt schlägt. Praktischerweise hat sie ein ganzes Jazz-Orchester im Gepäck dabei, und beim musikalischen Wettstreit kommen sich Mary und Sandor näher. Mit dem musikalischen Spagat von Cśárdás bis Charleston, von Walzer bis Foxtrott fing Komponist Emmerich Kálmán genau den Zeitgeist der späten 1920er-Jahre ein, welcher der „Herzogin von Chicago“ bei ihrer Uraufführung 1928 im Theater an der Wien zu großem Erfolg verhalf. Bald jedoch verschwand das Werk, das eine musikalische Brücke zwischen der „alten“ und der „neuen“ Welt schlägt, als „entartete“ Kunst von den Spielplänen. Erst 2003 wurde es wiederentdeckt und begeistert seither u. a. in Dresden, Wien und Bonn das Publikum; das Landestheater Detmold gastiert mit dieser Operette in Fürth.