Sally, kurz vor dem Abitur, ist aus der Klinik geflohen – weg von Fragen, Vorschriften, von den Blicken der Erwachsenen. Sie trifft auf Liss, eine verschlossene Frau, die ihren Hof allein bewirtschaftet. Ohne Misstrauen, ohne Drängen bietet Liss ihr Unterschlupf. Aus einer Nacht werden Wochen. Während sie gemeinsam Kartoffeln ernten, Bäume markieren und alte Birnensorten pflegen, entsteht eine ungewöhnliche Verbindung. Im Rhythmus der Jahreszeiten, zwischen Altweibersommer und Ernte, tasten sich die beiden Frauen aneinander heran. Was zunächst wie eine zufällige Begegnung wirkt, wird zur Rettung für beide – denn jede trägt ihre eigenen Verletzungen mit sich. Ewald Arenz hat mit „Alte Sorten“ einen Roman über Freundschaft geschrieben, der ohne große Gesten auskommt. Es geht um Heilung, um das Finden von Vertrauen, um zwei Menschen, die einander Zeit geben. Und um die Frage: Kann Freundschaft Leben retten? Der Roman wurde zum Bestseller und berührte hunderttausende Leser*innen. Nun kommt die Geschichte als Produktion des Stadttheater Fürth auf die Bühne von Gut Zennholz – als eindringliches Kammerspiel über Flucht, Stille und die heilende Kraft der Natur. Für Inszenierung & Bühnen-Fassung zeichnet Edith Ehrhardt verantwortlich; es spielen Hannah Candolini und Nicola Lembach.