Ein Willys Jeep, Care-Pakete und die Aufbruchsstimmung einer ganzen Generation: Im Ludwig Erhard Zentrum (LEZ) im Fürth wird Geschichte lebendig. Themen- und Kurzführungen zeigen die ereignisreichen Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und wie aus Trümmern neue Perspektiven entstanden.
Als amerikanische Truppen im April 1945 in Deutschland einmarschierten, begann ein neues Kapitel. Zwischen Mangelwirtschaft, Schwarzmarkt und der Hoffnung auf bessere Zeiten trat Ludwig Erhard auf den Plan. Der gebürtige Fürther und spätere Bundeswirtschaftsminister empfahl sich der amerikanischen Militärregierung als Experte für den wirtschaftlichen Wiederaufbau. Originale Ausstellungsstücke, historische Dokumente und persönliche Geschichten beleuchten die Herausforderungen der Nachkriegsjahre und die spannende Zeitreise in jene Jahre, die das Fundament für das spätere Wirtschaftswunder legten. Ebenso spannend ist die Themenführung „Frauen in der Nachkriegszeit“. Während viele Männer noch in Kriegsgefangenschaft waren oder nicht zurückkehrten, trugen Frauen die Hauptlast des Alltags. Sie versorgten ihre Familien, organisierten Lebensmittel, bewältigten die Wohnungsnot und halfen dabei, das öffentliche Leben wieder in Gang zu bringen.