„Dusk“ von Robbie Arnott, Berlin Verlag, 285 S., 24 Euro
Im tasmanischen Hochland des 19. Jahrhunderts reißt Pumaweibchen Dusk sowohl Schafe als auch Menschen. Die Zwillinge Iris und Floyd, aufgrund räuberischer Eltern von Kindesbeinen an als Kriminelle gebrandmarkt, liebäugeln mit der Belohnung, die auf Dusk ausgesetzt ist. Das Abenteuer beginnt. Doch vor allem ist Robbie Arnotts Roman eine Geschichte über Geschwister, Gier, Güte sowie die raue Berglandschaft. „Dusk“ lebt von Arnotts grandioser Prosa, die seinen tasmanischen Western mit überragender Sprache und bestechender Stimmung veredelt. Der Vergleich zu Cormac McCarthy prescht da natürlich an wie ein Puma …
Christian Endres