„Die Erben“ von Didier Poiteaux ist ein dokumentarisches Theaterstück in techno-märchenhafter Atmosphäre, das unsere Beziehung zum Geld und seine gesellschaftliche Funktion hinterfragt. In der Hauptstadt des Landes des Geldes, die man die Festung nennt, erhebt sich ein silberner Turm mit 145 Stockwerken. Dort lebt Shadow Phoenix, eine rebellische Teenagerin, die Erbin des Turms werden soll, der von ihrer Mutter Moula regiert wird. Im nördlichen Vorort Hadéaï liegt eine riesige Mülldeponie, die der Bevölkerung das Überleben durch das Sammeln recycelbarer Abfälle ermöglicht. Dort lebt Ernesto, ein naiver Teenager, überzeugt davon, dass es sein Schicksal ist, die Welt zu verändern. Doch nach einer von Moula organisierten Tombola läuft nichts wie erwartet. Statt eines strahlenden Gewinners folgen Unruhen mit Todesopfern, eine verblüffende Enthüllung und ein riesiger Volksball. Vor allem aber begegnen sich Shadow Phoenix und Ernesto, die zunächst alles trennt. Doch dann beginnen sie, sich eine andere Zukunft vorzustellen – für das Land, für das Geld und für sich selbst. In der Inszenierung des Autors spielen Philine Bührer und Anselm Müllerschön.