Musicals & Musiktheater

Hindemith, Bartók, Schul­hoff und ein namenloser Zwerg

veröffentlicht am 08.05.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von Manfred Kunz

Theateraufführung

Theateraufführung, Foto © pixabay/TravelCoffeeBook

Musik ist schön, Literatur ist schön, beide zusammen sind unschlagbar! Der gVe und das schauspiel erlangen haben eine unschlagbar schöne Konzertreihe ins Leben gerufen. Auf dem Programm stehen Werke der Kammermusik und literarische Texte, die in engem Bezug zur gespielten Musik stehen oder diese in neue, überraschende Kontexte stellen. Nach dem fulminanten Auftakt mit Schostakowitsch im Lärm der Zeit geht die Reihe „Klingt gut“ in die nächste Runde. Es werden Passagen aus Anita Augustins Roman Der Zwerg reinigt den Kittel präsentiert, einer tiefschwarzen Humoreske über vier Frauen 70+, die im Altenheim sitzen und dort eine veritable Geronto-Revolution anzetteln. Irgendwo zwischen Resignation und Widerstand, zwischen Abtreten und Aufbegehren bewegt sich auch die Musik: eine musikalische Revue der 1920er Jahre, darunter ironisch-groteske Streichquartette von Paul Hindemith und Erwin Schulhoff, ergänzt durch Stücke von Béla Bartók. Klingt gut? Klingt gut! In der Inszenierung von Jonas Knecht wirken mit Birgit Bücker, Tobias Graupner, Luca Hass und Ralph Jung als Spieler, Moritz König, Julia Horneber (beide Violine), Lisa Klotz (Viola) und Ralph Genda (Violoncello).

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