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The Weight - Im Goldrausch

veröffentlicht am 17.10.2026 | Lesezeit: ca. 3 Min. | von DP Redaktion

Kinoeingang

Kinoeingang, Foto © pixabay

Kinostart: 19.11., Regie: Patraic McKinley
Darsteller: Ethan Hawke, Russell Crowe, Julia Jones u.a.

Dass es solche Filme noch gibt, so klassisch. Man kennt die Situation aus etlichen Abenteuerfilmen, von „Der Flug des Phoenix“ über „Die letzten Amerikaner“ oder „Beim Sterben ist jeder der Erste“ bis zu „Lohn der Angst“: Vorwiegend Männer in schwierigen Situationen und mit sehr unterschiedlichen Charakteren, die sich in der Wildnis behaupten müssen – und dabei nicht nur auf Konflikte innerhalb der Gruppe, sondern auch auf gefährliche Gegner von außen treffen.
Oregon 1933. Die Weltwirtschaftskrise hat voll zugeschlagen. Samuel Murphy (Ethan Hawke) muss nach dem Tod seiner Frau seine kleine Tochter allein erziehen und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Eines Nachts gerät er unfreiwillig in eine Schlägerei und landet in einem Straflager. Sein einziges Bestreben: Er will unbedingt vorzeitig entlassen werden, sonst wird seine Tochter zur Adoption freigegeben. Der Aufseher Clancy (Russell Crowe) erkennt in Murphy einen aufrechten Burschen und bietet ihm einen Deal an: Wenn es ihm gelingt, innerhalb von sechs Tagen einige sehr schwere Goldbarren durch die Wildnis Oregons zu einem verabredeten Treffpunkt zu bringen, bekommt er Amnestie. Murphy willigt ein, sucht drei hoffentlich zuverlässige Mitgefangene aus und so geht es, begleitet von zwei Aufsehern, auf den schwierigen Weg. Unterwegs schließt sich ihnen die First-Nation-Frau Anna (Julia Jones) an, die sich als toughes Mitglied der Gruppe beweist. Doch die Gefahren lauern überall, innerhalb der Gruppe und außerhalb, etwa als einige verwilderte Goldgräber auf den seltsamen Trupp und seine auffällig schwere Ware aufmerksam werden.
Bis auf ein paar wenige fahrige Handkameramomente hält sich Regisseur Padraic McKinley doch recht sorgfältig an die Inszenierung, wie sie ein solcher klassischer Stoff braucht: schnörkellos, sich ganz auf die Menschen und ihr Tun konzentrierend. Das ist spannend wegen des jederzeit offenen Finales, aber auch weil die illustre Schauspielerriege mit Verve bei der Sache ist, allen voran Ethan Hawke. Seit rund 40 Jahren begleitet uns dieser Ausnahmemime durch die Filmwelt, mit wenigen schlechten Filmen und immer nah an seinen Figuren.
Martin Schwarz

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