Der in München lebende Angela Aux ist ein Phantom des deutschen Pop-Kosmos, aber keines, das sich besonders gut versteckt. Seine Songs laufen europaweit in Radios, er wird millionenfach gestreamt, man hört seine Musik in Kinofilmen. Und doch bleibt er auf geheimnisvolle Art im Nebel. Vielleicht, weil seine theatrale Verschmelzung aus Indie-Konzert, Philosophie-Crashkurs und Dada-Comedy nicht in einem Satz zu beschreiben ist. So klingt er im einen Moment nach Mac deMarco mit Peter Licht Chorus, im nächsten nach einer J-Dilla-Version von Sufjan Stevens, um kurz darauf zwischen den Beatles und Caribou zu oszillieren.