Knapp ein Jahr ist es her, dass die deutsche Rapperin Ikkimel mit ihrem Debütalbum „Fotze“ alles zerlegt hat: „Ist das jetzt überhaupt noch feministisch?“-Debatten auf TikTok und im Feuilleton. Schockierte Boomer. Wütende Clean Girls. Die Moral verdorben, die Jugend vergiftet mit Analsex und Keta. Als Headlinerin tourte sie über die Mainstages des Landes. Neben Deutschland eroberte sie auch den Rest Europas. Bei ihren Shows ließen sich Familienväter die Hundemaske auf den Kopf setzen und in einen Käfig sperren, konkurrierten gegeneinander bei Deep-Throat-Contests mit Riesendildos oder schlichen sich ins Backstage, um vor Mutter Ikki wie ein Spanferkel niederzuknien.