In Juli Gildes Musik sind riesige Hallräume auf den Gitarren, staubtrockene Klavierspuren aus dem Wohnzimmer des Elternhauses, kasettenartige Tape-Effekte, Texte, die innehalten lassen und zum Zuhören verdammen. Wären sie nicht auf Deutsch, würde man die Songs vielleicht als amerikanisch, weit ab vom Mainstream vermuten, da, wo Phoebe Bridgers und David Bowie sich mit Sufjan Stevens und Lana del Rey auf einen Kaffee treffen. Zu hören zum Beispiel auf ihrem unlängst erschienenen Album „it’s hard to be a blizzard“. Vorstadtgeschichten, halbe Coming-of-Age-Romane, „call me by your name“-Romantik und die Angst vor dem, was noch kommen wird.