Literatur

Vortrag von Peter Sloterdijk

veröffentlicht am 30.07.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von Manfred Kunz

Der Autor Peter Sloterdijk in Fürth

Der Autor Peter Sloterdijk in Fürth, Foto © Thomas Oberniedermayr

Was, wenn der allgegenwärtige Pessimismus das eigentliche Problem ist? Peter Sloterdijk, einer der streitbarsten Denker Europas, hat darauf eine ebenso unbequeme wie befreiende Antwort: Wer das Düstere zur letzten Weisheit erklärt, will die Welt nicht mehr verändern – nur noch ertragen. Seit seiner legendären „Kritik der zynischen Vernunft“ provoziert Sloterdijk mit Vergnügen jene Denkgewohnheiten, die uns in der Krise festhalten, statt uns aus ihr herauszuführen. Sein Gegenentwurf ist kein naiver Fortschrittsglaube, sondern ein reflektierter Optimismus: der Mensch als Gestalter seiner eigenen Fähigkeiten, seiner Gegenwart und seiner Zukunft. Wo andere klagen, öffnet Sloterdijk neue Räume für Zuversicht. Der vielfach ausgezeichnete Philosoph – u. a. mit dem Ludwig-Börne-Preis oder Sigmund-Freud-Preis – moderierte von 2002 bis 2012 zusammen mit Rüdiger Safranski „Das Philosophische Quartett“ im ZDF und hielt 2024 eine vielbeachtete Vorlesungsreihe am Pariser Collège de France in der Tradition von Henri Bergson, Michel Foucault und Jürgen Habermas. Im Anschluss an seinen Vortrag spricht Peter Sloterdijk mit dem Journalisten und Literaturchef der Wochenzeitung DIE ZEIT, Adam Soboczynski. Die Spielzeit des Stadttheaters Fürth stellt in ihren Eigenproduktionen Figuren in existenziellen Ausnahmesituationen ins Zentrum – und erzählt zugleich vom Aufbruch ins Ungewisse. Sloterdijks Plädoyer für Zuversicht bildet dazu den gedanklichen Auftakt. Ein Abend, der den Kopf fordert und die Haltung stärkt.

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