Es gibt Zeiten, in denen der letzte Witz erzählt ist und alle fröhlichen Melodien dieser Welt verklungen sind. Aber diese Zeiten sind ja zum Glück noch nicht angebrochen! Denn die mit dem Deutschen Kabarettpreis ausgezeichnete Liedermacherin Sarah Hakenberg zeigt, dass man über fast alles lachen kann – sogar über das, was weh tut. Mit scharfsinnigen Liedern, bissigen Texten und entwaffnendem Charme verwandelt sie Alltagsabsurditäten in brillante Satire. Arme alte weiße Männer, die mit Veränderungen nicht klarkommen, bleiben genauso wenig verschont wie Schnitzeljagd spielende Kinder auf dem Schlachthof. Sarah Hakenberg haut vergnügt in die Tasten, strummt ihre Ukulele und erzählt dabei gleichermaßen von Abgründen, die in unserem Inneren schlummern, und vom großen Wirrwarr da draußen. Besser wird die Welt dadurch vielleicht auch nicht, aber zumindest besser erträglich. „Ich wars nicht“ ist ein Abend voller Witz und wunderbarer Musik – dreist, klug und herrlich befreiend.