Der Verschwörungs-Thriller Weißer Volvo (Luftschacht, € 30) des Schweden Erik Svetoft erinnert auf seinen 336 Seiten an klassische japanische Horror-Manga – und ist das unerklärlichste, merkwürdigste und schrägste Weird-Fiction-Werk dieser Saison, das eine ganz eigene Faszination hat.
Szenarist Matz („Der Killer“) und Zeichner Xavier legen eine weiteres Gemeinschaftsarbeit vor. Der Einzelband Der Schatz der Geisterstadt (Splitter, € 25) verbindet Krimi und Western auf sehr traditionelle Weise. Das hübsch gezeichnete Album wirkt daher im Guten wie im Schlechten, als stamme es aus einer anderen Ära.
Der Comic-Roman Alles auf Anfang (Kibitz, € 22) des dt. Autors Volker Schmitt und der spanischen Künstlerin Màriam Ben-Arab ist eine famose All-Age-Postapokalypse. Dabei zelebrieren Protagonistin Elaia und ihre Found Family sogar optimistischen Hopepunk, der visuelle Charme erinnert an Bone, und die wache Vielfalt an die Bücher von Becky Chambers.
Im zweiten Album der Serie Metropolia (Splitter, € 18) von Szenarist Fred Duval und dem dt. Star-Zeichner Ingo Römling geht es für Ermittler Sasha 2099 in die Außenbezirke eines verwandelten Berlins. Die Mischung aus Utopie und Dystopie ergibt eine starke, interessante SF-Vision.
Christian Endres