„Inselkunst“ ist ein jährlich stattfindendes Projekt für Kunst im öffentlichen Raum in Nürnberg, das als langfristige, prozessorientierte Plattform an der Schnittstelle von kuratorischer Praxis, urbanem Raum und zeitgenössischen Formen sozialer Interaktion entwickelt wird. Das Projekt – organisiert vom Krakauer Haus – versteht sich als offene Struktur, die die Insel Schütt durch ortsspezifische künstlerische Interventionen jeweils neu aktiviert. Anstelle eines vorab definierten kuratorischen Themas konzentriert sich Inselkunst auf die Schaffung von Bedingungen, unter denen Bedeutung im Zusammenspiel von Werk, Ort und Publikum emergiert. Der Projektraum fungiert als temporäres Feld der Aushandlung, in dem künstlerische Arbeiten in die alltägliche urbane Struktur eingeschrieben werden und institutionelle Präsentationslogiken bewusst überschreiten. Die Arbeiten richten sich sowohl an ein kunstaffines Publikum als auch an zufällige Passant*innen im Stadtraum. Inselkunst wurde von Kasia Prusik-Lutz initiiert und wird von ihr als eigenständige kuratorische Plattform mit internationaler Ausrichtung kontinuierlich weiterentwickelt. Der Fokus liegt auf dem Aufbau langfristiger Beziehungen zwischen Künstler*innen, Städten sowie institutionellen und unabhängigen Kunststrukturen, mit besonderem Schwerpunkt auf dem Austausch zwischen Nürnberg und Krakau.