Theater

Die Erben

veröffentlicht am 01.04.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von Manfred Kunz

Theaterbühne

Theaterbühne, Foto © pixabay_Krzysiek

In der Hauptstadt des Landes des Geldes, die man die Festung nennt, erhebt sich ein silberner Turm mit 145 Stockwerken. Dort lebt Shadow Phoenix, eine rebellische Teenagerin, die darauf vorbereitet wird, Erbin des Turms zu werden, der von ihrer Mutter Moula, der Kaiserin, regiert wird. Im nördlichen Vorort Hadéaï liegt eine riesige Mülldeponie, die der Bevölkerung das Überleben durch das Sammeln recycelbarer Abfälle ermöglicht. Dort lebt Ernesto, ein naiver Teenager, überzeugt davon, dass es sein Schicksal ist, die Welt zu verändern. Moula organisiert eine Tombola, die den Einwohnerinnen von Hadéaï vorbehalten ist und deren Gewinnerin zum Multimillionär macht. Doch nach der Ziehung läuft nichts wie erwartet. Statt eines strahlenden Gewinners folgen Tage des Wartens, ein wachsendes Gerücht, Unruhen mit Todesopfern, eine verblüffende Enthüllung und ein riesiger Volksball für Hadéaï und die Festung. Vor allem aber begegnen sich Shadow Phoenix und Ernesto, die zunächst alles trennt. Aus einem gemeinsamen Impuls heraus beginnen sie, sich eine andere Zukunft vorzustellen – für das Land, für das Geld und für sich selbst. „Die Erben“ ist ein dokumentarisches Theaterstück in techno-märchenhafter Atmosphäre, das unsere Beziehung zum Geld und seine gesellschaftliche Funktion hinterfragt. Didier Poiteaux inszeniert den Text für das GHT, Premiere ist am 25. Juni im Hubertussaal.

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