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JEWISH MUSIC TODAY in Fürth

Die Kleeblattstadt feiert jüdische Traditionen mit einem Live-Music-Festival

veröffentlicht am 10.02.2026 | Lesezeit: ca. 4 Min. | von DP Redaktion

Magi Hikri

Magi Hikri, Foto © Eran Levi

Das Jewish Music Today Festival hat die Kleeblattstadt Fürth in der Zeit vom 6. bis 15. März 2026 einmal mehr komplett unter Kontrolle. Unter dem Festivalmotto „Tsuzamen“ gilt es, gemeinsam die Vielfalt jüdischer Musik in mitreißenden Konzerten von Fiddle-Klezmer bis Balkan-Fusion zu feiern. Das Kulturamt der Stadt Fürth bringt zehn Tage lang jüdische Kultur in die Kleeblattstadt. Internationale Gäste aus den Vereinigten Staaten von Amerika, aus Kanada, Polen, Israel und den Niederlanden erobern die Bühnen des Kulturforums, der Kofferfabrik und des Fürther Stadttheaters. Führungen, Filme, ein christlich-jüdischer Gottesdienst und ein Klezmer-Brunch runden das vielseitige Programm ab.

Die Marchin‘ Klezmer Band Klezmaniaxx bläst am 6. März vor dem Fürther Rathaus zum Start-Tusch und geleitet das Publikum musizierend durch die Fürther Altstadt zum Kulturforum. Dort übergibt sie den Staffelstab an die internationale Tanzband und die wunderbare New Yorker Tanzanleiterin Sarah Myerson. Es gilt, gemeinsam beim vielgeliebten Tants-Hoyz jiddische Kreis- und Reihentänze auszuprobieren – und das bei freiem Eintritt.

Das zehntägige Programm enthält viele weitere Leckerbissen: Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf Klezmer-Musik, israelische Volksmusik, jüdisch-arabischen Groove und vieles mehr freuen. Das große Finale am 15. März bestreitet die legendäre amerikanische Band The Klezmatics im Stadttheater Fürth, die ihr 40-jähriges Bestehen mit einer Jubiläums-Welttournee feiert. Zum finalen Festivalsonntag gibt es in der Kofferfabrik wieder den beliebten Klezmer-Brunch, bei dem Bohai aufspielt.

Auch für Kinder ist viel geboten: Das vom Kulturamt Fürth zum Festival 2022 in Auftrag gegebene Kindermusical Ben&David lädt ein, in eine märchenhafte jüdische Welt einzutauchen. Am 8. März findet die Familienvorstellung statt.

Ein wichtiger Baustein des Festivals sind die Musikworkshops. Gemeinsam entsteht das Fürther Klezmerorchester, das am 8. März zum Konzert einlädt und die Freude am gemeinsamen Musizieren der Öffentlichkeit präsentiert. Auch das kultur.lokal.fürth ist wieder als Spielort dabei und wartet mit einer hochinteressanten Ausstellung zu hebräischer Kalligraphie auf. Der Künstler Gabriel Wolff lässt sich während des gesamten Festivalzeitraums beim Arbeiten über die Schulter gucken.

Zahlreiche Kooperationspartner wie das Jüdische Museum Franken, Kino Uferpalast, israelitische Kultusgemeinde, Tourist Information, Geschichte für alle e.V., die evangelische Kirchengemeinde Auferstehungskirche, tragen mit Gottesdiensten, Führungen und Filmvorführungen dazu bei, dass das Festival im gesamten Stadtleben präsent ist. Neu dabei ist in diesem Jahr der Happy Hippie Jew Bus, dessen Insassen mit viel Humor Wissen über das Judentum vermitteln.

Mehr Informationen zu den einzelnen Terminen findet man unter www.jewish-music-today.de.

Die Auswirkungen des Iran-Krieges sind auch in Fürth beim Jewish Music Today Festival zu spüren: Nachdem der Luftraum großflächig bis einschließlich 8.März gesperrt ist, und die Fluggesellschaften auch Flüge in der kommenden Woche bereits stornieren, kann Gal Klein mit seinen Bandkollegen nicht aus Israel anreisen.

Besucherinnen und Besucher, die bereits Karten für die Konzerte erworben haben, können diese an den Vorverkaufsstellen, an denen sie sie erworben haben, zurückerstatten lassen.

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