Batu - Opal

Club-News 06-2022

Omar McCutcheon veröffentlicht seit knapp 10 Jahren unter dem Alias Batu Bassmusik mit technoider Note, betreibt in Bristol das Timedance Label (Metrist, Bruce, Lurka, Ploy) und veröffentlicht dort sein Debut-Album „Opal" mit 11 Tracks, die sich über diese Zeit im Club entwickelt haben. Das Experimentelle findet sich genauso wie auch das Funktionale sowie über den Dancefloor hinausgedachte Ideen in seinen innovativen, zukunftsweisenden Produktionen. Neben den meist instrumentalen Tracks gibt es auf „Solace" eine Kollaboration mit dem Künstler serpentwithfeet., die dem Stück einen Songcharakter und durch die Vocals emotionale Tiefe verleiht. Live könnte mensch ihn beim Sonár- und Dekmantel-Festival erleben. +++ Zweiter Protagonist dieser Kolumne ist der aus Ramallah, Palästina stammende Produzent, Percussionist, Sänger und Keyboarder Julmud, der mit seinem 15 Stück starkem Debut-Longplayer „Tuqoos" [bilna'es] ein Amalgam aus einzigartigen Sounds zwischen Bassmusik, outernational Klängen, orientalisch, traditionell anmutenden Passagen und whatever schafft, dass für sich steht. Heavy Beats, Vocals zwischen HipHop und abstrakt, Sounds aus der gesamten Welt – so baut er seine Stücke zusammen. Zudem hat er bereits für Artists wie Al Nather, den von mir auch sehr geschätzten Muqata'a und Walaa Sbait produziert, die auch Teil seiner Gruppe Saleb Wahad -1 sind. +++ Ecko Bazz ist Produzent aus Kampala, Uganda und hat auf dem mir sehr geschätzten Hakuna Kulala Label sein Album „Mmaso" veröffentlicht. 11 Clubexplorationen von dem ostafrikanischen und kongolesischen elektronischen Underground und darüber hinaus. Nach seinem Debut „Tuli Banyo" im Jahr 2018 ebenfalls auf hakuna kulala hat der conscious Rapper und MC die dortige Szene geprägt. Er vermengt Grime, Dancehall, US HipHop und politisierende Vocals in Luganda, in denen es um Religion, Gewalt, Drogenmissbrauch und die Armut in den Slums geht. Auf seinem explosiven Debut finden sich auch Produktionen von MC Yallah Kollaborator Debmaster, dem kenyanischen Clubfuturisten Slikback, dem in Berlin lebenden japanischen Beatproduzenten DJ Die Soon sowie DJ Skotch Rolex. +++ Das in Paris ansässige und von Gautier Scaringella aka Clad betriebene Grid Records-Label (Kevin Murf, LTD Colours) feiert Einjähriges und läuft noch ziemlich unter dem Radar. Auf der 12 Stücke umfassenden Compilation „Da Capo Al Coda", dem sechsten Release auf Grid, finden sich u.a. Produzenten wie Nico, Tristan Arp, Kincaid, die Clubmusik im Spannungsfeld von Bassmusik und Techno, experimentell, ambientlastig bis funktional treibend weiterdenken. Das Hemlock Recordings bzw. Hessle Audio der Jetztzeit! +++ Ein spannendes Mixtape eher aus dem HipHop kommend erschien von DJ Spanish Fly „The Godfather Of Memphis Rap Mixtape Vol 1" auf dem für avantgardistische Veröffentlichungen stehenden Pan Records Label. Leider nur als limitierte Cassette, die bereits sold out ist, aber auch als broken down Version digital über seine Website: www.djspanishfly.com. Basslastig, tiefergelegt, innovativ... So klingt die Musik des „Godfather of Memphis Rap", der seit 1986 einen bedeutenden Einfluss auf HipHop weltweit hat und aktuell in der Netflix-Serie „HipHop Evolution Vol. 4: The Southern Lab" zu erleben ist. +++ Wilma Vritra ist das gemeinsame transatlantische Projekt von Wilma „Will" Archer [weird world] und Hal Williams aka Pyramid Vritra [stones throw], die soeben ihr zweites Album „Grotto" auf Bad Taste Records veröffentlicht haben. Ebenfalls im HipHop angelegt implementiert es Spoken Word, Jazz, Soul, Streicher, unique Sounds und erscheint somit auch eher introspektiv, tiefgründig, verträumt. Tolles Album, gewiss nicht nur für den Club... +++ Der in Brixton lebende Gaika veröffentlicht mit „War Island OST" [tthe spectacular empire] ein 13 Track umfassendes Album mit Einflüssen aus HipHop, Grime, Bassmusi, Dancehall, etc. . Es beinhaltet seine Interessen für Musik, Architektur, Film, Literatur und Technology und bildet den Status eines post-pandemischen Grossbritanniens ab. „War Island OST" ist der Soundtrack zu der weit umspannenden Kunst von Gaika und gegenwärtig im ICA/London als audiovisuelle Installation zu erleben. +++ Noch kurz Erwähnung finden soll „888 (Infinity)" von Sirr TMO [teklife], das im weitesten Sinne Footwork weiterdenkt. Neben seiner Heimat Chicago verarbeitet er auch Einflüsse von zahlreichen Reisen in die gesamte Welt. +++ Einen schönen Sommer schonmal!!!

stefan wagner

Stand: 24.05.2022

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