Demdike Stare - Passion

Club News 11-18

Ein neues 9-Track-Album kommt von dem nordenglischen Produzentenduo Demdike Stare um Sean Canty und Miles Whittaker. „Passion" erscheint in gewohnter Weise auf dem Qualitätslabel Modern Love (Andy Stott, Vatican Shadow), das quasi Inhouse-Outlet des Boomkat-Mailorder. Techno, Ambient, Breakbeat, Distortion, Electronica – eine hochqualitative Produktion, die den Spagat zwischen Innovation und Anspruch mit Funktionalität verbindet. Cutting Edge UK Clubmusic! Abgefahrene Rhythmen und Sounds bedienen sich aus Jungle, Dancehall, whatever und kreieren den für Demdike Stare sehr eigenen kühl-industriellen, messerscharfen Technosound. Auch das Cover-Artwork von Michael England ist mal wieder ein Kunstwerk für sich!

+++ Seit ich den Briten Peter O'Grady, der sich Joy Orbison nennt, oder mittlerweile nur noch Joy O vor fast 10 Jahren im Berghain gesehen, bzw gehört habe - damals wurde gerade seine „Hyph Mngo / Wet Look" EP gefeiert - hält er sich mit seinen Releases in meiner Top-Club-Musik-Produzentenliste. Gerade erschien seine sechs Stücke umfassende „81b EP" [hinge finger], eine Fortführung von UK Bass mit Einflüssen aus Techno, House, Electro und auch Psychedelik mit gelegentlichen Stimmen im Hintergrund. Eine basslastige, eher kühle A-Seite, gefolgt von verspielteren, wärmeren Sounds auf der B-Seite und insgesamt sehr eigenständigen Tracks.

+++ Der in Berlin lebende englische Produzent TJ Hertz, besser bekannt als Objekt, veröffentlicht seinen zweiten Longplayer „Cocoon Crush" [pan]. Weniger stringent als frühere Produktionen, orientalisch anmutend, ein Techno-Grime-Hybrid mit Anleihen an Dub, Filmmusik, gelegentlichen Computerstimmen, der eher introspektiv angelegt ist, resultierend aus vier Jahren zum Teil turbulenten persönlichen Umständen. Mich erinnert das Album auch an die Produktionsweise eines Arca, wenn auch weniger exaltiert. Der seit 2011 in Berlin lebende DJ und Produzent „traces a rich and impressionistic journey through claustrophobia, hope, guilt, anxiety and joy, nested in layers of sonic detail which reward with every listen", so im Info treffend nachzulesen.

+++ Mickey Pearce, der vieles auf einen meiner Lieblings-Clubmusik-Labels [(Swamp) 81] veröffentlicht hat, ebenfalls aus UK, präsentiert seinen zweiten Longplayer "One Hundred Smiles" auf neuem Label [Box Of Toys]. UK Bassmusik, auch hier mit vielen Nuancen und diversen Vocal-Gästen wie dem aufstrebenden UK-Talent Poté, der Taiwanesin Meuko Meuko sowie der griechischen Elektronik-Pionierin Lena Platonos, weniger technoid, insgesamt verlangsamt. „This one is like stepping out from under a cloud. It's about the joy of collaboration; meeting and working with new people. It's also about the ambiguity of smiles, and the complicated relationships we form", so der Autor selbst.

+++ Ebenfalls aus London kommt der Produzent Joe Baker aka Forest Drive West, der seinen Debüt-Longplayer „Apparitions" [livity sound] auf Peverelist's und Kowton's Label vorlegt. Stringenter UK Bass mit Techno, Dub, Jungle, sogar Footwork und House Einflüssen, ambienten Flächen sowie gelegentlichen Vocalsamples.

+++ Man könnte fast sagen, dass das alles damals – also vor 10 Jahren – mit ihm anfing: Scuba, seinen Sub:stance Partys im Berghain – die vor fünf Jahren ein Ende fanden - und dem hotflush-Label, auf dem einst wegweisende Releases von Mount Kimbie, Sepalcure, Joy O und auch ihm selbst erschienen. Sein Debüt wird nun nochmals unter dem Namen „A Mutual Antipathy Revisited" veröffentlicht, remastered und mit sieben zusätzlichen Remixes u.a. von Substance, Martyn und Marcel Dettmann bzw. Features. Advanced Dubstep! Daneben erscheinen noch „Sub:stance in Retrograde" mit 10 unveröffentlichten Scuba-Tracks aus der Sub:stance Aera, und die Compilation „Sounds Of Sub:stance" mit Mala, Skream, Shackleton, Boddika mit unveröffentlichtem und vinyl-only Material.

+++ Letztes Jahr sah ich bei der Münchner „Alien Disko #2", in den Kammerspielen von den Acher-Brüdern (The Notwist) initiiert, neben vielen anderen tollen Performances 1115, die bereits auf ihrem (also den Acher Brüdern) Label Alien Transistor veröffentlicht hatten. Zwischenzeitlich waren sie auch Gast beim hiesigen It Isn't Happening-Festival und nun erscheint „Gefährliche Orte" [alien transistor]: 2 Tracks, fast 80 Minuten, die eine treibende Live-Atmosphäre abbilden. Techno, viel Percussion, Kraut... Aufnahmen von Live-Improvisationen in einem zweiteiligen DJ-Set. Übrigens: Alien Disko #3 findet am 14. und 15.12. wieder in den Münchner Kammerspielen statt. Lohnt sich!

stefan wagner

Stand: 16.11.2018

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Das wird chillig, aber auch sehr intensiv: wenn der italienische Komponist, Pianist und Musikproduzent Federico Albanese am Klavier sitzt und seine Kompositionen spielt, geht das direkt zum Herzen. Seine Melodien streicheln die Seele. Es ist nicht nur Klaviermusik, es ist auch elektronische Ambientmusik, de er in Fürth im Kulturforum am Freitag, 16.11., präsentiert.

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