Luxor

Die vergessenen Schätze

Kaum ein anderes Land impliziert das große Abenteuer und die spannenden Entdeckungen so wie Ägypten. Wenn es also auch auf dem Spielbrett darum gehen soll, vergessenen Schätzen nach zu spüren, dann bietet der Staat am Nil stets eine willkommene Kulisse. Dies gilt auch für das Spiel „Luxor" von Rüdiger Dorn, dass in diesem Jahr beim Entscheid um das „Spiel des Jahres" einen hervorragenden Platz auf der Nominierungsliste erreichen konnte.
Der Tempel von Luxor war nicht nur schon in dem berühmten Hercule Poirot Roman von Agatha Christie Schauplatz dramatischer Ereignisse, nein, jetzt gilt es sogar in den Tempel einzudringen auf der Suche nach der Grabkammer des Pharaos. Doch wer sich allein auf dieses Ende der Suchstrecke konzentriert, wird in der spielerischen Endabrechnung keine Chance haben. Natürlich wird honoriert, wer als erster mit einer eigenen Abenteuerfigur die Grabkammer erreicht (auch der Zweitplazierte bekommt noch Punkte), doch schon gleich zu Beginn muss der Blick auf weitere Schatzplättchen gerichtet sein.
Jeder der zwei bis Mitstreiter erhält fünf Abenteuerfiguren, dann natürlich den Spielmarker in seiner Farbe und den passenden Zählstein. Gestartet wird mit fünf Handkarten. Dabei darf die Reihenfolge der Handkarten auf der Hand nicht verändert werden. Ausgespielt werden darf nur die Karte rechts oder links außen! Eine nach dem Spielzug aufgenommene neue Karte wird immer in die Mitte der verbliebenen vier Handkarten gesteckt. Hier variiert Rüdiger Dorn äußerst geschickt die Idee von Uwe Rosenberg aus „Bohnanza", der als erster diese Reihenfolge-Handhabung der Handkarten ins Spiel einführte. Dorns Variante bringt eine Option mehr für den Spieler.
Der Abenteurer wird bewegt auf einer Laufstrecke durch den Tempel. Weitere eigene Abenteurer kommen ins Spiel, wenn die eigene im Spiel befindliche Figur eine Anubis-Statue passiert hat. Je nachdem, wo eine Figur landet, ergibt sich daraus eine Spielaktion. Dies kann sein das Erreichen eines Schatzplättchens, das aufgenommen wird. Es gibt als Schätze Vase, Schmuck oder Statuen, die als Sets bis zum Ende der Partie gesammelt werden sollen. Bei Erreichen eines „Horus"-Plättchens wartet ein Schlüssel, der unbedingt von Nöten ist, soll die Grabkammer schlussendlich auch geöffnet werden. Oder aber der Spieler entscheidet sich für eine Horuskarte, die nach späterer Nutzung, auf diese Weise in den gelegentlich neu zu mischenden Nachziehstapel gelangt. Ein „Osiris"-Plättchen bringt Geschwindigkeit, es darf noch einmal gezogen werden und dann sind da noch die spannenden „Tempel"-Plättchen, durch die auch die Aktion „Von Tunnel zu Tunnel ziehen" ins Spiel kommt, sozusagen Geheimgänge genutzt werden können.
„Luxor" folgt im Prinzip der Idee eines Start-Ziel-Spieles, wird dadurch doch auch die Spieldauer bestimmt. Haben zwei Abenteuerfiguren (die können auch von demselben Spieler sein) die Grabkammer erreicht, ist die Partie zu Ende und es wird abgerechnet. Doch wie schon erwähnt, gilt es, sozusagen unterwegs, viele Punkte einzusammeln, denn der schnellste Abenteurer ist oft nicht der Gewinner.
Wichtig ist es stets, schnell zu diversen Zugoptionen zu kommen. Die Regel mit den Handkarten befördert dies schon, doch entscheidend ist wirklich die Anzahl der eigenen Abenteurerfiguren im Spiel. Dies führt dazu, dass Wege/Züge vorgeplant werden können, z.B. in Hinblick auf bestimmte Schatzkarten um Sets zu vervollständigen, oder an einen Grabkam-merschlüssel zu kommen.
Das erfordert eine gewisse Vorausschau, was aber zu bewältigen ist. Die Atmosphäre stimmt, das Abenteuer kann wirklich erlebt werden, und „Luxor" ist taktisch gerade so angelegt, dass es ein sehr empfehlenswertes Familienspiel ab 8 Jahren ist. Die starke Graphik, die schöne Gestaltung, das sehr ansprechendes Material, der Verlag Queen Games kann das einfach. Er beweist es hier wieder einmal eindrucksvoll und gehört zu jenen Verlagen in der Branche, die beim Entscheid zum wichtigsten Spielepreis im deutschsprachigen Raum immer ein Wörtchen mitzureden haben. Der Platz auf dem Treppchen untermauert das in diesem Jahr. Glückwunsch!

„Luxor" von Rüdiger Dorn, taktisches Lauf-/Abenteuerspiel für 2 bis 4 Personen ab 8 J., Queen Games

Rainer Scheer

Mehr Infos und die Empfehlungslisten unter www.spiel-des-jahres.de.

Stand: 15.10.2018

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