Film
 

Knochen und Namen

Kinostart: 18.1.; Regie: Fabian Stumm;
Besetzung: Fabian Stumm, Knut Berger

Schon wieder queeres Kino, das auf die Knochen geht. Nach Luca Guadagninos „Bones and All" präsentiert nun Fabian Stumm sein Beziehungsdrama. Statt Timothée Chalamet übernimmt der gelern-te Schauspieler gleich selbst die Hauptrol-le bei seinem Kinodebüt, wofür er zu-gleich das Drehbuch schrieb. „Und ich? Was ist mit mir?" - „Das ist nicht mein Problem!". „Warum bist du so kalt?" - „Ich muss mich schützen." So klingen die Dialoge zwischen Schauspieler Boris (Fabian Stumm) und Schriftsteller Jo-nathan (Knut Berger). Seit acht Jahren sind die beiden ein Paar. Die seit einige Zeit schon schwelende Krise macht sich immer deutlicher bemerkbar. Während der Autor sich zunehmend in seinem neuen Roman verliert, kommt der Schauspieler bei Proben dem jungen, attraktiven Kolle-gen Tim näher. Die Beziehungskrise köchelt weiter. Für Fabian Stumm war sein Debüt die Reaktion auf das Ende seiner letzten Beziehung. „Ich wollte mich mit den Säulen auseinandersetzen, die mein Leben ausmachen. Mich erinnern, was daran gut und stabil ist, was mir Angst oder mich traurig macht und warum das so ist. In gewissem Sinne hat der Film mich
mit mir selbst ausgesöhnt und neu ver-bündet", erklärt der Regisseur - dieses Herzblut ist seinem Film deutlich anzu-merken. Etliche Szenen bieten gelungene Wiedererkennungseffekte sowie reichlich clevere Dialoge. Andere kokettieren ein bisschen arg mit der eigenen Cleverness und wirken bisweilen überkonstruiert. Aber hey: Das ist ein Debüt, ein engagier-ter Erstling obendrein. Hübsch authen-tisch mit originellen Einfällen. Der Ver-zicht auf jede Förderung sorgt sichtlich für kreative Freiheit! Es muss schließlich nicht immer Timothée Chalamet sein!

Dieter Oßwald

Stand: 28.11.2023

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