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Floating Points

Floatin Points - Crush

Sam Shepherd aka Floating Points lässt auf „Crush" seinem elektronischen Experimentier- und Entdeckerspieltrieb wieder einmal völlig freien Lauf. Bislang schon mit Freihand-Bassmusik-Synthi-Dekonstruktionen aufgefallen, nimmt er sich wieder alles an Stilen und Genres zwischen Avantgarde-Jazz, Klassik, R'n'B, Disco, Techno, Funk, House, und zaubert mit seinen Buchla-Synthesizer und Drumcomputern die wirrsten Abzweigungen, die sich der geneigte Hörer so vorstellen kann, und schichtet, überlagert und verdichtet Sounds und Genres. „Crush" soll auf die aktuelle politische Situation der Weltgemeinschaft hinweisen, als Marschroute hat er sich "some of the most obtuse, strange, difficult music of my life" ausgegeben. Das ist dem promovierten Neurowissenschaftler in der Abteilung Tasten-Drumcomputer-Nerderei wieder vollends gelungen, sein grundsätzlicher Optimismus hinsichtlich des Weltenlaufs hält sich bei Titeln wie „Last Bloom" oder „Apoptose" (programmierter Zelltod) deutlich in Grenzen.

Jürgen Parr

Stand: 17.11.2019

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