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Markus Rill

Markus Rill

Der unbestritten beste Americana-Rocker außerhalb der USA, Markus Rill, hat mit seiner hervorragend eingespielten Begleitband The Troublemakers wieder zugeschlagen und das 13 Stücke fassende Album „Dream Anyway" eingespielt. Sein bisher bereits virtuos gepflegter Stilmix aus Rock'n'Roll, Folk, Country, Blues und Soul ist dabei noch runder, akzentuiert-kompakter geworden, die fast 20jährige Erfahrung als Singer/Songwriter schimmert in allen Titeln durch, die immer noch authentisch-roots sind, aber eine gehörige Ohrwurmigkeit, entspannte Lockerheit und vertraute Gefälligkeit zugewonnen haben. Ob zart-feinsinnige, nachdenklich-melancholisch-subtile Ballade (fast schon Norah Jones-jazzmäßig in „Over Long Ago"), frischer Midtempo („Hands of Mercy") oder knackig-ungestümer Losrocker („The Girl in the Polka Dot Dress"), die angenehm-hörbare stilistische Vielfalt ist stets punktgenau instrumentiert und arrangiert, Rill ist wie üblich versiert an akustischen und elektrischen Gitarren, Harmonica und Banjo zugange, zum Soundkosmos gesellte sich Farfisa, Akkordeon und Bouzuki hinzu. Ein großes Asset unverändert die Sandpapier-Stimme Rills, die seinen Geschichten von den großen und kleinen Dinge im Leben die Lebendigkeit und Authentizität einhaucht. Er bleibt der große Geheimtipp zwischen Mellencamp und Springsteen, ist dieses Mal noch näher dran und in einigen Geschichten („Walk On Water", „Poor Man's Set of Wheels", „The Girl in the Polka Dot Dress") ganz dicht am Mainstream-Radiohit im positivsten Sinne.

Jürgen Parr

Stand: 13.03.2016

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