Bühne

Wetterleuchten

Ein gefährliches Familiengeheimnis

veröffentlicht am 01.12.2025 | Lesezeit: ca. 3 Min. | von Vroni Sterner

Freiland Theater: Wetterleuchten

Freiland Theater: Wetterleuchten, Foto © Andreas Riedel

Winter 1993, in einem kleinen Ort in Franken: Eigentlich sollte es nur eine langweilige Hausaufgabe werden. Für das Schulprojekt "Meine Heimat früher und heute" stöbert die 14-jährige Gitti in den alten Truhen ihrer Großeltern. Doch was sie dort findet, lässt sie neugierig werden, was damals eigentlich geschehen ist. Manche der Bilder sind zurechtgeschnitten – und wer ist eigentlich die Frau im Rollstuhl neben der jungen Oma? Ist das ihre Großtante Winnie, die irgendwann einfach verschwunden ist? Dass sie auf ihre Fragen widersprüchliche oder gar keine Antworten erhält, macht alles nur noch mysteriöser. Gitti beginnt selbst nachzuforschen. Dabei ist sie, ohne es zu ahnen, einer hochexplosiven Sache auf der Spur.

In "Wetterleuchten" nimmt das Freiland Theater Bad Windsheim sein Publikum mit auf eine Reise in die Mitte des letzten Jahrhunderts. Als es nach dem Ende des Krieges manchem gar nicht schnell genug gehen konnte mit Wiederaufbau, „Wir sind wieder wer!“ und Wirtschaftswunder, gab es auch den einen oder anderen moralischen Kollateralschaden. Im Mittelpunkt steht ein Mädchen, das sich vierzig Jahre später auf der Suche nach einer unbequemen Wahrheit von niemandem beirren lässt. Das Winterwandeltheater 2026 ist wieder eine packende Geschichte mit Spannung, Witz und überraschenden Schauwerten in der unvergleichlichen Kulisse des winterlichen Fränkischen Freilandmuseums.

Winterwandeltheater - was ist das?

Auch das Wandeltheater „Wetterleuchten“ ist wieder ein Spaziergang über das winterliche Gelände des Freilandmuseums, fern von Verkehr, Straßenbeleuchtung und Lärm. Jede Vorstellung hat ihren eigenen Reiz, egal ob es schneit oder ob es klar und trocken ist – oder sich gar Regentropfen im Scheinwerferlicht bunt färben. Das FLT spielt mit der Landschaft, den Gebäuden, dem Licht und eben auch dem Wetter. An jedem Vorstellungsabend starten mehrere Gruppen zu 30 Personen zeitversetzt den Theaterwandel. Die Zuschauer wandeln von einer Spielstation zur nächsten in Stuben und Scheunen oder auch an Wegkreuzungen und erleben die Geschichte auf einem Rundweg dabei hautnah.

Gespielt wird immer donnerstags bis sonntags zwischen dem 9. Januar und dem 21. Februar 2026. Die Vorstellungen dauern ca. 2 Stunden und beginnen ab 18 Uhr im Viertelstundentakt. Sonntags startet die erste Gruppe um 17 Uhr.

Tickets und mehr Informationen gibt es unter freilandtheater.de oder über das Kartentelefon unter 09106/924447.

Start- und Endpunkt ist die Gastwirtschaft am Kommunbrauhaus, wo man vor oder nach der Vorstellung einkehren kann. Eine Reservierung in der Gastwirtschaft ist sinnvoll, Familie Röder freut sich auf Ihren Anruf unter 09841 – 650950.

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