Der Schreiberling dieser Zeilen ist ein großer Fan des österreichischen Liedermachers Georg Danzer, der in einem Gedicht einmal den wunderbaren Satz gesagt hat: „Wer die Veränderung nicht will, der will auch nicht das Leben!“ Warum das an dieser Stelle steht? Nach über 30 Jahren wird die Spielerubrik ab der kommenden Ausgabe einem sehr lieben Kollegen übergeben: Peter Neugebauer (pen). Er selbst sagt über sich, immer schon ein „Spielkind“ gewesen zu sein. (Fast) das ganze Leben ist er im Bereich analoger Brett- und Kartenspiele unterwegs. Seine große Kompetenz lässt ihn seit 40 Jahren Spielerezensionen für verschiedene Publikationen schreiben, natürlich auch im Bereich der Spielwarenbranche. Sein berufliches Standbein war vier Jahrzehnte lang der Beruf als Gymnasiallehrer. Und wenn er gelegentlich eine eigene Idee für ein Spiel hatte, dann tritt er auch als Spieleautor in Erscheinung. Die Spiele von Peter Neugebauer sind kleine, sehr schnell zu erfassende Spiele für die ganze Familie, von denen aktuell zwei Titel erhältlich sind.
„Das große Quiz der Dialekte“ ist eine „radebrech“-Herausforderung, denn auf 100 Karten fordern Begriffe, Bilder oder sogar ganze Sätze wahlweise Wissen oder Erfindungsreichtum. 2 bis 8 Sprachinteressierte sind gefordert, wenn ein Begriff vorgelesen wird. Wer am schnellsten die richtige „Übersetzung“ benennt, wird mit einem Punkt belohnt, wovon zwei Hände voll den Sieg bedeuten, und kann definitiv jeden Landstrich in Deutschland, Österreich oder der Schweiz besuchen (und geht vielleicht dort als Einheimischer durch!). Am Spieltisch sorgt die Idee für Gaudi und manche Überraschungen; zudem sind immer alle Personen jederzeit im Spiel.
Ein Klassiker des Zungenbrechers ist „Fischers Fritz fischt frische Fische“. Und obschon bekannt, heißt dies noch lange nicht, dass es auch fehlerfrei über die Lippen kommt. Das gleichnamige Spiel „Fischers Fritz“ versammelt 50 dieser ganz besonderen Sätze (von denen sich der Autor auch viele neu ausgedacht hat!), bei denen der Knoten in der Zunge gleich gratis mitgeliefert wird. Die Karten werden einfach als verdeckter, gut gemischter Stapel auf den Tisch gelegt. Eine Karte wird umgedreht „… Konzentration! ...“ .Und jetzt wird versucht, den gedruckten und zudem hübsch illustrierten Satz fehlerfrei nachzusprechen! (Achtung: Nicht zu früh gefreut!): Dreimal nachzusprechen! Gelingt dies, ist das der erste Punkt. Drei bringen den Spielsieg.
Peter Neugebauer freut sich auf die neue Aufgabe. Denn, so sagt er, „Spielen hält mich im Ruhestand fit.“ Und genau diese damit einhergehende Freude werden Sie als treue Leserschaft der Spielekolumne an dieser Stelle ab März 2026 spüren können! Viel Spaß!
Rainer Scheer