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Lurker

veröffentlicht am 16.11.2025 | Lesezeit: ca. 2 Min.

Lurker

Lurker, Foto © Case Study Films

Kinostart: 18.12. Regie: Alex Russell; Darsteller: Théodore Pellerin, Archie Madekwe, Zack Fox

Zuletzt hat er als berechnender Lover von Karl Lagerfeld der coolen Mode-Ikone gnadenlos den Kopf verdreht. Nach der Miniserie „Becoming Karl Lagerfeld“ mit Daniel Brühl begibt sich der Kanadier Théodore Pellerin auf den nächsten Ego-Shooter-Trip. Diesmal gilt seine Aufmerksamkeit einem eitlen Popstar, der ihm ahnungslos ins clever gesponnene Netz aus Manipulationen und Lobhudelei gerät. Kaum betritt VIP Oliver mit seiner Entourage den angesagten Modeladen in Los Angeles, legt Verkäufer Matthew (Théodore Pellerin) sofort seinen Köder aus. Wie zufällig spielt er den Lieblingssong des Popstars im Geschäft, und prompt kommt er mit dem begeisterten Promi ins Gespräch. Mehr noch: Matthew bekommt seine Telefonnummer sowie ein Backstage-Ticket für den nächsten Auftritt. Die endlosen Schmeicheleien schmecken dem Promi, sein Hofstaat reagiert derweil mit Eifersucht auf den neuen Günstling. Der neue Best Buddy darf eine Hinter-den-Kulissen-Dokumentation über Oliver drehen, wodurch der eigene Insta-Account des Regisseurs explodiert. Aber bald ist Schluss mit lustig. Der Star ist gelangweilt von Matthew und kürt einen neuen besten Freund. Für sein Kino-Debüt wurde Alex Russell beim Sundance-Festival gefeiert. Als ausführender Produzent der Emmy-prämierten Serie „Beef“ machte er sich einen Namen. Als Lohn durfte Russell seine eigenen Erfahrungen aus der Showbiz-Branche als Autor und Regisseur in einer bitterbösen, schwarzen Komödie verarbeiten. Sein rigoroser Comedy-Coup gelingt. Die Eitelkeiten und Allüren der Branche werden ebenso köstlich durch den Kakao gezogen, wie das System der unterwürfigen Opportunisten und Ja-Sager. Bisweilen verstolpert die Dramaturgie, das Pointen-Feuerwerk will nicht immer zünden und die Dialoge wirken verkrampft lustig. Solche vorübergehenden Macken sind bei einem insgesamt ideensprühenden Erstling allemal zu verschmerzen.
Dieter Oßwald

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