Kinostarts

Whistle

veröffentlicht am 16.04.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von DP Redaktion

Filmstreifen

Filmstreifen, Foto © pixabay/geralt

Kinostart: 7.5.; Regie: Corin Kardy;
Darsteller: Dafne Keen, Sophie Nélisse, Percy Hynes White u.a.

Eine Idee so alt wie das Kino selbst: Man betritt gemeinschaftlich einen dunklen Raum und erlebt dort einen Albtraum – der Horrorfilm ist geboren. Das Konzept ist im Wesentlichen bis heute gleich: Welche Variationen werden gefunden, um Urängste des Publikums wachzurütteln? Und da muss man sich im Jahr 2026 schon etwas einfallen lassen, um sich nicht zu wiederholen.
Nachdem ein Jugendlicher im Duschraum der örtlichen Highschool aus unerfindlichen Gründen in Flammen aufgegangen ist, findet die neue Schülerin Chrys (Dafne Keen) in dessen Spind eine merkwürdige, aztekische Pfeife. Nun kann es sich ein Mädchen aus ihrer Clique nicht verkneifen, in das Ding reinzublasen. Fataler Fehler! Fortan wird jeder, der den Sound dieser Pfeife vernommen hat, vom Tod höchstselbst gejagt. Und der ist kompromisslos. Doch wie kann man sich von diesem verdammten Fluch befreien? Da kann vielleicht eine ältere, schwerkranke Frau helfen, die sich mit Okkultem auskennt …
Wie beim Genrefilm üblich halten sich auch Regisseur Corin Hardy („The Nun“) und Drehbuchautor Owen Egerton („Follow“) an die ehernen Regeln: Bevorzugt werden Teenager nach und nach dezimiert, die Tötungsweise variiert, ein Entkommen ist schwierig. Zwar erinnert der Plot an die „Final Destination“-Reihe, neu ist aber die Idee, dass die Jugendlichen genau auf jene Art gemeuchelt werden, die das Schicksal zu einem späteren Zeitpunkt für sie vorgesehen hatte. Das eröffnet die Chance auf einige recht drastische Blutsequenzen – Futter für den eingefleischten Horrorfan. Tiefergehende Charakterisierungen der Figuren sind dabei noch nicht mal ansatzweise zu erkennen, dafür weiß Hardy gekonnt mit Schockeffekten umzugehen. Um viel mehr soll es in „Whistle“ ja auch nicht gehen. Und der fiese Nachklapp im Abspann fehlt auch nicht. In einer Gastrolle ist übrigens der genreerfahrene Nick Frost („Shaun of the Dead“) zu sehen.

Martin Schwarz

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