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Die Legende des Wüstenkindes

veröffentlicht am 16.04.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von DP Redaktion

Kinosaal

Kinosaal, Foto © pixabay/Yamu-Jay

Kinostart: 21.5.; Regie: Gilles de Maistre;
Darsteller: Nahil Tran, Moon Ghazali, Kev Adams u.a.

Der Franzose Gilles de Maistre dreht ungewöhnliche Spielfilme. Denn obwohl es bei ihm stets zu einer engen Bindung zwischen Mensch und wildem Tier kommt, arbeitet er ausschließlich mit echten Tieren und eben nicht mit computergenerierten. Nach „Mia und der weiße Löwe“ und „Ella und der schwarze Jaguar“ nun also „Die Legende des Wüstenkindes“. Das Mädchen Sun (gespielt von de Maistres Tochter Neige) ist 14 und hat ein Buch geschrieben mit jener Geschichte, die ihr der Großvater immer erzählt hat: über den Nomadenjungen Hadara. Der wird im Alter von zwei Jahren bei einem Sandsturm von der Mutter getrennt und kann nur deshalb in der Wüste überleben, weil er von einer Gruppe Strauße aufgenommen und versorgt wird. Darüber hinaus schließt er eine enge Freundschaft mit einem Wüstenfuchs.
Das Buch bringt Sun eine Einladung nach Marokko ein. Dort trifft sie auf die gleichaltrige Nomadin Kharouba (Moon Ghazali). Und die erzählt ihr, dass die Geschichte von Hadara nicht nur wahr ist, sondern weitergeht als im Buch beschrieben: Einige Jahre später, Hadara ist inzwischen 12, wird ein Mann namens Chris auf den Wüstenjungen aufmerksam und beginnt, nach ihm zu suchen. Sein Plan: einen Hollywoodfilm über ihn zu drehen …
In seinem auf wahren Begebenheiten basierenden Film entführt Gilles de Maistre große und kleine Zuschauer in eine fremde Welt, in der es zu einer kaum fassbaren Verbindung eines kleinen Jungen zu Straußen kommt. Die sind ja nicht ungefährlich, haben einen Sporn an den Füßen, der tödlich sein kann. So gelingen nicht nur faszinierende Naturbilder, auch von der Sahara, sondern de Maistre wird einmal mehr seinem Anspruch gerecht, den Menschen sozusagen mit der wilden Natur zu versöhnen. Auf tiefergehende Charakterisierungen der Figuren wird dabei verzichtet, das ist aber auch gar nicht nötig. Der Film lebt vor allem von der Beziehung zwischen dem Jungen und den Tieren. Und das ist zauberhaft anzusehen.
Martin Schwarz

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