„Holy City“ von Henry Wise, Polar, 340 S., 26 Euro
Henry Wise gehört zur nächsten Autoren-Generation aus dem amerikanischen Süden. Sein erster Roman „Holy City“ ist in einer fiktiven Ecke von Virginia angesiedelt und handelt von alten Schuldgefühlen, die durch Eifersucht, Korruption und Mord neu entfacht werden. Das Feuer bekommen u. a. ein Sheriff-Deputy und eine Detektivin zu spüren. „Holy City“ startet nicht ganz rund, zudem übertreibt es der Lyriker Wise mit den Vergleichen. Das Ambiente fängt er dafür sofort perfekt ein – und vor allem wird sein traditionsbewusster und doch moderner Südstaaten-Krimi noch früh genug richtig gut. 2025 gab’s daher den Edgar Award für das beste Debüt.
Christian Endres