In Erlangen findet dieses Jahr mit vier Konzerten vom 7. März bis 15. Mai das erste Kammermusikfestival Erlangen statt. Als Initiator und Künstlerischer Leiter bringt der Erlanger Pianist Christoph Orendi unter dem Motto „Vom Ende der Zeit“ Klassik und experimentelle Klänge abseits des Mainstreams in neuartigen Konzertformaten zusammen.
Los geht es am 7. März im Kubic Erlangen mit einem Klimakonzert unter dem Titel „Solastalgia“. Zu hören sind Werke, die sich um das Thema Wasser als Lebensgrundlage unseres Planeten drehen, etwa ein Werk von Carola Bauckholt, die sich mit dem Schmelzen der Eiskappen auseinandersetzt. Eine Videoinstallation begleitet das Programm. Das zweite Konzert lädt am 20. März zu einer musikalischen Reise durch die Nacht ein. Die Besucherschaft lauscht der Musik, liegend auf Yogamatten. Zu Gast ist der international renommierte Komponist Gregor Mayrhofer. In den letzten beiden Konzerten am 24. April und 15. Mai in der Neustädter Kirche werden, gemäß dem Festivalmotto, Kriege in unterschiedlichen Kontexten in Bezug zur biblischen Apokalypse gesetzt, etwa mit der Uraufführung eines Streichquartettes der Münchner Komponistin Dorothea Hofmann (24.4.) sowie mit einem Werk von Horst Lohse für Orgel (15.5.). Der krönende Abschluss ist Olivier Messiaens „Quartett vom Ende der Zeit“.