Zurück in die 20er-Jahre des letzten Jahrhunderts führt uns die poetische Amüsierschau „Ein rätselhafter Schimmer“ am 21. März im Stadttheater Fürth. Es ist eine einzigartige Symbiose aus Kunst und Musik, die dabei entsteht. Künstler Robert Nippoldt und das Trio Größenwahn vereinen eindrucksvoll Chansons und Live-Malerei zu einer poetischen Amüsierschau. Eindrucksvoll entsteht ein präzises Zusammenspiel von Ton, Schauspiel und Bild – etwa als Scherenschnitt-Inszenierung der Brechtschen Seeräuber-Jenny, als Slapstick-Skit zur Huldigung der Anfänge des Tonfilms, als Speed-Date mit sämtlichen Kanzlern der Weimarer Republik oder eben an der Seite der Comedian Harmonists, die genussvoll einen Konzertflügel zerlegen. Es ist eine bild- und tongewaltige Zeitreise in die „Roaring Twenties“, die uns mit offenen Armen empfängt. „Draufgängerisch, verwegen und unglaublich charmant. Da bekommt Babylon Berlin wahrlich Konkurrenz," konstatiert der Kölner Stadtanzeiger.