Die britische Improvisationsmusikerin Julie Sassoon, deren Spiel gerne mit Keith Jarretts legendärem Köln Concert verglichen wird, oszilliert zwischen Komposition und Improvisation: aus fein gewirkten, facettenreichen Klangclustern von hohem assoziativ-imaginativem Ausdruck, entsteht eine flirrend schwebende Musik, die sowohl meditative Ruhe als auch nervöse Unruhe zu vermitteln vermag. In ihrem Quartett, das stilistische Grenzen etwa von Jazz und Minimal souverän überwindet, hat sie drei Mitmusiker gefunden, die diese Qualitäten und ihre Impulse sensibel aufnehmen, weiterführen, erweitern und kontrastieren. Das auf Kompositionen beruhende musikalische Konzept eröffnet zudem neue Räume für Dialoge und Soli, in denen die einzelnen Musiker, alle versiert durch vielfältige Zusammenarbeiten in unterschiedlichen Genres, Raum für Eigenes erhalten.