Theater

Heulen mit den Wölfen

veröffentlicht am 27.01.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von Manfred Kunz

Theaterbühne

Theaterbühne, Foto © pixabay_Krzysiek

„Heulen mit den Wölfen" ist ein Theaterabend von Ron Zimmering und Maren Zimmermann über Fußball und Ausgrenzung, mit Nürnberger*innen und Ensemblemitgliedern des Staatstheaters Nürnberg. Er basiert auf den Recherchen des Journalisten und Historikers Bernd Siegler, die unter dem gleichnamigen Titel als Buch bei starfruit publications erschienen sind, und entstand in Kooperation mit dem 1. FC Nürnberg und mit freundlicher Erlaubnis des Verlags. 1933 erhält Franz Anton Salomon einen Brief vom 1. FC Nürnberg, in dem ihm mitgeteilt wird, dass er aufgrund seines jüdischen Glaubens aus dem Verein ausgeschlossen ist. Und ausgerechnet dieses Dokument trug er auf seiner mehrjährigen Flucht bis in die USA bei sich – wie sehr muss ihn der Ausschluss getroffen haben? Salomons Geschichte ist eine von 142 Biografien jüdischer Mitglieder, denen die Publikation von Bernd Siegler gewidmet ist. Vor diesem Hintergrund entsteht in der Regie von Ron Zimmering ein Kaleidoskop aktueller Fragestellungen: Warum ist mein Verein mein Verein? Wie und weshalb wirkt Fußball identitätsstiftend und damit gleichermaßen ausschließend? Denn längst wirkt Fußball in den Diskursen, die er anstößt, weit über das Sportliche hinaus: Wer welche Nationalität wieso hat, die Hymne mitsingt, homosexuell ist, in der Fankurve stehen darf, usw., wird öffentlich diskutiert. Fans, Fußballer*innen, Expertinnen und Experten, Vereinsmitglieder und 1. FCN-Kenner*innen bringen in dieser Inszenierung das Runde ins Eckige, in diesem Fall nämlich: auf die Bühne!

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