Jubiläums-Uraufführung zum 20-Jährigen. Das Theater rote Bühne feiert sein 20-jähriges Bestehen mit „Romeo und Julia – fränkisch reloaded“. Anette Röckl und Christian Schidlowsky haben die berühmteste Liebesgeschichte der Welt frei nach William Shakespeare bearbeitet. Bei einer Feier in den Felsengängen unterhalb der Burg verlieben sich Julia und Romeo blitzartig und unsterblich ineinander. Leider gibt es ein kleines Problem, denn Romeo lebt in der Gegenwart und Julia 500 Jahre früher. Sie ist eine Patriziertochter, die mit ihrem Vater im Tucherschloss mitten in der Nürnberger Altstadt residiert. Romeo dagegen ist der Sohn einer Bauunternehmerin, die genau diese Immobilie abreißen will für ihre Vision eines neuen Nürnbergs. Bald rebelliert Romeo gegen seine Mutter und Julia verweigert sich den Plänen ihres Vaters, sie mit einem anderen zu vermählen. Die beiden wollen fliehen und heimlich heiraten. Doch wie und wohin? Zum Glück gibt es Verbündete, die von geheimen Schleusen wissen, die Raum und Zeit überwinden können. Wie das Fränkische! Denn dieser ganz eigene Dialekt wurde damals wie heute in „Nämberch gwaaft“. So verstehen sich die Liebenden auf Anhieb. Aber wie immer, wenn die Liebe ausbricht, springt die Sprache ins Poetische: original übersetzt aus dem Shakespeare-Englisch. Für heutige Ohren frisch gereimt und rhythmisch frech. Eine herrlich komische und berührende Tragödie zwischen den Zeiten, poetisch und fränkisch, mit Renaissancetänzen und modernen Baustellen. Christian Schidlowsky, der zum zehnjährigen Jubiläum bereits „Die Blechtänzerin“ herausbrachte, wird diese Uraufführung inszenieren.