Als Donald Trump 2017 erstmals Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wurde, reagierte die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek mit einer tiefschwarzen Humoreske auf den durchgeknallten Polit-Clown („Am Königsweg“). 2024, kurz nach dem erneuten Wahlsieg Trumps, verfasste sie „Endsieg". Tiefschwarz auch dieser Text, und der Humor hängt endgültig am Galgen. Donald Trump wird mit keinem Wort erwähnt, die Rede ist von einem König, einem Auserkorenen, einem Gott in Menschengestalt. Als solcher bringt er das Heil nicht nur über sein Land, sondern über den gesamten Globus. Auch in Deutschland kommt die messianische Botschaft des gottgleichen Führers mit dem gelbblonden Haar gut an. 2016 haben noch alle über seine Frisur gelacht, jetzt ist sie eine Krone. „Die Blonden gewinnen“, schreibt Jelinek, „sie müssen gewinnen. Vorteil für Blond. Die Meister nicht nur in Deutschland, die Meister jetzt überall.“ Nina Mattenklotz, die zuletzt „Nora oder Wie man das Herrenhaus kompostiert“ am schauspiel erlangen inszenierte, führt Regie bei Jelineks düsterem Spottgedicht auf alles, was uns lieb ist. Uns, dem Volk. Premiere ist am 18. April im Markgrafentheater.