Theater

Nabucco

veröffentlicht am 26.01.2026 | Lesezeit: ca. 2 Min. | von Ludwig Märthesheimer

Theaterbühne

Theaterbühne, Foto © pixabay_Krzysiek

„Nabucco“ – eine Oper, die bewegt und begeistert. Giuseppe Verdis Meisterwerk erzählt vom erbitterten Kampf der Hebräer gegen den babylonischen König Nabucco, dessen Tyrannei klingenden Widerhall findet. Das Libretto von Temistocle Solera verleiht der Geschichte alttestamentarische Wucht, während Verdis Musik die Dramatik mit mitreißender Kraft untermalt. In italienischer Sprache, ergänzt durch deutsche und englische Übertitel, ist die aktuelle Wiedergabe am Nürnberger Opernhaus eine feste Größe im Spielplan.

Die Inszenierung, mehrfach wiederaufgenommen, besticht durch eine gelungene Verbindung aus Tragik und Humor. Szenisch erinnern ihre Stilmittel an den Stummfilm und verleihen dem Stück eine besondere Narration. Im Zentrum stehen die Konflikte zwischen Israel und Babylon, Gott Jahwe gegen den Götzen Baal, und ein komplexes Liebesdreieck: Fenena und Abigaille, Töchter Nabucos, konkurrieren um die Liebe des Israeliten Ismaele. Ihre Geschichten verweben sich mit politischen Intrigen und göttlichen Eingriffen zu einer packenden Handlung, die von Rache, Verrat und Erlösung erzählt.

Seit seiner Uraufführung 1842 hat „Nabucco“ eine enorme Bedeutung – nicht nur durch die kraftvolle Musik, sondern auch als Symbol für Freiheit und Befreiung. Besonders der Gefangenenchor „Va, pensiero“ wurde zur italienischen Hymne der Sehnsucht nach Unabhängigkeit. Verdis Oper ist ein episches Drama, das mit Themen wie Fanatismus, Machtmissbrauch und tiefen menschlichen Gefühlen zeitlos bleibt. Eine Aufführung, die den Puls spüren lässt und noch lange nach dem letzten Ton nachklingt.

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